Bei der Überfüllsicherung nach WHG Zeit sparen, Kosten senken, Sicherheit gewinnen
Nach dem Statistischen Bundesamt (Destatis) kam es im Jahre 2008 in Deutschland zu 2203 Unfälle beim Umgang und bei der Beförderung von Wassergefährdenden Stoffen. Der Gesetzgeber fordert u.a. den Einsatz einer Überfüllsicherung. Die Funktion einer Überfüllsicherung ist in regelmäßigen Abständen zu überprüfen. Der Zeit- und Kostenaufwand für diese Prüfung hängt auch sehr stark von der Auswahl der Überfüllsicherung ab.
Das Wasserhaushaltsgesetz (WHG) mit den auf Länderebene gültigen Verordnungen (VAwS) fordern, dass Behälter zur Lagerung Wassergefährdender Stoffe mit einer Überfüllsicherung auszurüsten sind. Eine Überfüllsicherung ist eine Überwachungseinrichtung, die während der Befüllung eines Behälters, vor Erreichen des zulässigen Füllungsgrades den Füllvorgang unterbricht oder einen akustischen bzw. optischen Alarm auslöst.
Die bestimmungsgemäße Funktion der Überfüllsicherung ist nach der Errichtung und während der Betriebszeit in regelmäßigen Abständen zu überprüfen, jedoch mindestens einmal pro Jahr.
Prüfmethoden entsprechend den Zulassungsgrundsätzen für Überfüllsicherung (ZG-ÜS), gängige Praxis und Aufwand bei der Durchführung
- Anfahren bis zur Ansprechhöhe
Die zu bevorzugende Methode ist das "Nass Anfahren" der Überfüllsicherung bis zur Ansprechhöhe im Rahmen einer Befüllung.
In der Praxis ist diese Vorgehensweise jedoch nicht immer mit vertretbarem Aufwand möglich.
- Geeignete Simulation des Füllstandes oder des physikalischen Messeffektes
Diese häufig in der Praxis angewandte Ersatzprüfung nutzt die Simulation des Füllstandes oder des physikalischen Messeffektes um die Überfüllsicherung zum Ansprechen zu bringen. Dazu wird entweder die Sonde ausgebaut und durch Eintauchen in einen mit Lagermedium oder Ersatzmedium gefüllten Prüftopf zum Ansprechen gebracht.
Neben der Tatsache, dass nicht in allen Fällen eine Öffnung des Behälters aus sicherheitstechnischen Gründen möglich ist, erfordert diese Prüfmethode einen hohen zeitlichen, materiellen und personellen Aufwand.
- Simulation des Ausgangssignals (z.B. Unterbrechung der Sensorzuleitung)
"Ist die Funktionsfähigkeit des Standaufnehmers/Messaufnehmers anderweitig erkennbar (Ausschluss funktionshemmender Fehler), kann die Prüfung auch durch Simulieren des entsprechenden Ausgangssignals durchgeführt werden."
Diese vereinfachte wiederkehrende Prüfung der Überfüllsicherung durch Unterbrechung der Verbindungsleitung zwischen Standaufnehmer und Messumformer wird in der Praxis häufig angewandt. Einige Geräteausführungen besitzen dazu eine integrierte "Prüftaste".
Nur wenn diese "Prüftaste" durch die "Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung" des DIBt Deutsches Institut für Bautechnik) offiziell als wiederkehrende
Prüfung zur Überfüllsicherung zugelassen ist, gilt diese Prüfung als anerkannte wiederkehrende Prüfung der Überfüllsicherung.
Ist dies nicht der Fall, so trägt der Betreiber das Risiko und Verantwortung der anderweitigen Erkennung der Funktionsfähigkeit bzw. des Ausschlusses funktionshemmender Fehler (z.B. nicht bestimmungsgemäßer Gebrauch, Alterung von Bauteilen).
Der Liquiphant M PFM und Liquiphant S Failsafe bieten bei der Betriebsprüfung einer Überfüllsicherung enorme Einsparpotenziale
Beim Vibrationsgrenzschalter Liquiphant M in der Ausführung mit Puls-Frequenz-Moduliertem (PFM) Ausgangssignal und entsprechendem Messumformer kann die jährlich wiederkehrende Prüfung der Überfüllsicherung vereinfacht mit einem Prüftaster aus der Warte heraus durchgeführt werden. Dies wird ausdrücklich in der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung des DIBt bescheinigt. Die Betätigung der Prüftaste startet einen Testoszillator in der Sensorelektronik, der die komplette Messlinie der Überfüllsicherung überprüft.
Beim Liquiphant S FailSafe kann aufgrund der permanenten Selbstüberwachung sogar vollständig auf eine wiederkehrende Prüfung des Sensors verzichtet werden. Nachgeschaltete Anlagenteile der Überfüllsicherung erfordern eine wiederkehrende Prüfung. Zur Vereinfachung ist hierfür ebenfalls ein Prüftaster am Messumformer vorhanden. Darüber hinaus ist der Liquiphant S FailSafe SIL3 bewertet und besitzt die VdTÜV100 Zulassung für Flüssiggase.
Neben einer Zeit- und Kosteneinsparung erhöht sich auch die Sicherheit der Überfüllsicherung, gerade bei toxischen/aggressiven Medien oder bei schwer zugänglichen Einbausituationen.
- Diese Investition in die Überfüllsicherung amortisiert sich nach kürzester Zeit.
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Fehlersichere Überfüllsicherung Vibrationsgrenzschalter
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