Liquiline Control regelt das

Automatisierte Phosphatfällung in der Kläranlage Stadtlohn

Die Kläranlage Stadtlohn regelt die Phosphateliminierung mit Liquiline Control. Die Regelung dosiert das Fällmittel in die Klärbecken je nach aktueller Phosphatkonzentration im Abwasser.

Die Kläranlage im nordrhein-westfälischen Stadtlohn ©Endress+Hauser

Die Kläranlage im nordrhein-westfälischen Stadtlohn.

Der Fällmitteltank der Kläranlage Stadtlohn ©Endress+Hauser

Der Fällmitteltank der Kläranlage Stadtlohn: Im Sommer wird ein Eisen(III)-chlorid-Fällmittel (FeCl3) eingesetzt, in den Wintermonaten ein Eisen-Aluminium-Kombiprodukt.

Die Ergebnisse

  • Gleichmäßiger Phosphatgehalt im Ablauf von nur 0,5 - 0,6 mg/l

  • Optimierter Fällmittelverbrauch

  • Hohe Prozesstransparenz bei einfacher Bedienung

  • Bei der Modernisierung der Anlage wurden die Becken von Parallelbetrieb auf Kaskade umgestellt – für die Regelung kein Problem

Ewald Rathmer

Wir können uns durchweg auf die Liquiline Control Regelung verlassen. Auch bei schwierigen Zulaufverhältnissen arbeitet sie nach SOLL, sodass die Ablaufparameter stets eingehalten werden können.

Ewald Rathmer, Betriebsleiter
Kläranlage Stadtlohn (Deutschland)

Die Kundenanforderungen

Der Kunde suchte eine Regelung, die die Phosphatfällung automatisiert und dabei den behördlich festgelegten Phosphatgrenzwert der Anlage (1 mg/l) sicher einhält. Dabei sollte die Phosphatkonzentration im Auslauf bei Hochlast- wie Schwachlastphasen möglichst konstant sein. Außerdem sollte die Regelung auch deutlich niedrigere Grenzwerte einhalten können, da für die nächsten Jahre eine Verschärfung des Grenzwerts auf 0,3 mg/l erwartet wird.

Eine weitere Anforderung war, dass die Regelung auch nach der Umstellung von parallelem auf sequentiellen Betrieb der Klärbecken funktioniert. Und die Lösung musste einfach zu bedienen sein: Die Mitarbeiter sollen auch während der Bereitschaft in der Nacht und am Wochenende Einstellungen schnell und unkompliziert vornehmen können.

Unsere Lösung

Der Kläranlagenbetreiber entschied sich für eine Gesamtlösung aus mehreren Komponenten:

  • Ein hochmoderner, wartungsarmer Phosphatanalysator

  • Eine speicherprogrammierbare Steuerung (SPS) mit der Regelungssoftware Liquiline Control

  • Touchdisplay mit dem die Regelung von der Leitwarte aus bedient wird

  • Verschiedene Services wie z. B. Beratung, Auslegung und Parametrierung der Regelung, Prozessintegration, Schulung am System

Die frachtabhängige Fällmitteldosierung in Stadtlohn

Der Betreiber wünschte die Phosphatmessung an drei Messstellen. In einem zentral gelegenen Messhaus wurde hierfür ein Phosphatanalysator installiert. Dieser analysiert Proben der Messstellen automatisch im 10-Minuten-Takt. Mit dem Messwert des Biologiezulaufs stellt sich Liquiline Control auf die ankommende Fracht ein und gleicht damit Hoch- und Schwachlastphasen aus.

Anhand des Messwerts vom Biologieauslauf steuert Liquiline Control die Dosierung des Fällmittels bis die gewünschte Restablaufkonzentration von 0,5 - 0,6 mg/l erreicht ist. Dadurch wird der Fällmittelverbrauch optimiert.

Die Phosphat-Messstellen in der Kläranlage Stadtlohn

  • Zulauf der Biologie: Messung der ankommenden Fracht

  • Auslauf der Biologie: Hier wird überprüft, wie effektiv das Phosphat gefällt wurde

  • Auslauf der Kläranlage: Finale Kontrolle, ob der Grenzwert eingehalten wurde