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Anhaltende Nachfrage

Endress+Hauser knackt die 3‑Millionenmarke an verkauften magnetisch-induktiven Durchfluss­messgeräten

Seit 1977 hat Endress+Hauser über drei Millionen magnetisch-induktive Durchflussmessgeräte (MIDs) verkauft und immer wieder mit messtechnischen Innovationen überzeugt. „Wir freuen uns über die anhaltende Nachfrage nach unseren Durchflussmessgeräten und über den erreichten Meilenstein von drei Millionen verkauften Geräten. Nicht zuletzt basiert dieser Erfolg auf einer hohen Produktqualität, mit der wir seit Jahrzehnten unsere Kunden immer wieder begeistern konnten“, so Mirko Lehmann, Geschäftsführer des Product Centers für Durchflussmessung bei Endress+Hauser.

MIDs sind in der Wasserwirtschaft, der Chemie, den Life Sciences, im Bergbau sowie in der Lebensmittelindustrie universell einsetzbar und erfordern praktisch keinerlei Wartung. Mit ihnen kann in Rohrleitungen der Durchfluss elektrisch leitfähiger Medien hochgenau erfasst werden, zum Beispiel von Wasser, Milch, Getränken sowie von Schlämmen, Breien, Pasten, Säuren oder Laugen. Die robuste Bauweise von MIDs widersteht härtesten Umweltbedingungen und ermöglicht sogar deren Einsatz in der Bergbauindustrie, wo Erzschlämme mit teilweise faustgroßen Gesteinsbrocken zu messen sind.

Multitalente für jeden Einsatz

Einzigartig ist, dass MIDs sowohl in kleinste Rohrleitungen mit nur 2 Millimetern Durchmesser eingebaut werden können als auch in solche mit bis zu 3 Metern Durchmesser. Rohrleitungen dieser Größenordnung werden etwa dazu verwendet, um Millionenstädte mit genügend Trink- und Brauchwasser zu versorgen. Selbst solch riesige Wassermengen erfassen sie mit höchster Präzision.

Die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten basieren nicht zuletzt auf den zahlreich vorhandenen Zulassungen, zum Beispiel für Trinkwasser, hygienische oder sterile Anwendungen, den permanenten Einsatz unter Wasser oder im Erdreich (Korrosionsbeständigkeit) sowie für den Eichverkehr oder für den Einsatz in Schiffen auf rauer See.

Nahtlose Systemintegration

Durch stetige Forschung und Entwicklung bei Sensorik und Signalverarbeitung hat Endress+Hauser über Jahrzehnte hinweg hochwertige und mit zahlreichen Funktionen ausgestattete MIDs entwickelt. Dank der breiten Auswahl an Feldbussen (HART, PROFIBUS, PROFINET, Modbus, FOUNDATION Fieldbus, EtherNet/IP oder OPC UA) lassen sich die Durchflussmessgeräte optimal in komplexe Anwendungen mit Mess-, Steuer- und Regeltechnik integrieren.

Im Rahmen einer modernen digitalen Vernetzung mit Industrie 4.0 können Messwerte, Geräte- und Diagnoseparameter nun via Cloud übermittelt, verarbeitet und für Kontrollaufgaben jederzeit und überall verfügbar gemacht werden.

Kundennähe durch stetige Innovation

Doch das Unternehmen ruht sich nicht auf dem Erfolg aus, sondern passt sein Angebot stets an neue Markt- und Kundenbedürfnisse an. So erlaubt ein auf dem Durchflussmarkt einzigartiges Messelektrodenkonzept beispielsweise die Gerätemontage in unmittelbarer Nähe von Strömungsstörungen erzeugenden Rohrarmaturen – ohne Beeinträchtigung der Messgenauigkeit und ohne die üblicherweise dafür erforderliche Messrohreinschnürung.

Im Anlagenbau resultiert daraus selbst bei engsten Raumverhältnissen eine maximale Flexibilität beim Planen von Rohrleitungen. Eine bedeutsame Innovation stellen auch MIDs dar, die zusätzlich mit einer Temperatur- und Leitfähigkeitsmessung ausgestattet sind und so eine noch umfassendere Prozess- und Produktüberwachung ermöglichen.

Ein weiteres Highlight ist Heartbeat Technology, eine in die Messelektronik integrierte Prüffunktion. Diese enthält zahlreiche Möglichkeiten, die Funktionstüchtigkeit eines Gerätes oder bestimmte Prozessparameter zu überwachen – etwa für das rechtzeitige Erkennen von Belagsbildung in der Rohrleitung oder das Verifizieren von Messgeräten im laufenden Betrieb. Dies erhöht sowohl die  Effizienz als auch die Betriebssicherheit in industriellen Anlagen und trägt so zur Prozessoptimierung bei.

Mit Blick auf die Zukunft hat Mirko Lehmann ein klares Ziel vor Augen: „Mit solchen und zukünftigen Innovationen möchten wir unsere Marktführerschaft im Bereich Durchflussmessung nicht nur festigen, sondern langfristig ausbauen.“

Ungebremster Erfolg

Um in den damals aufstrebenden Wasser- und Abwassermarkt einzusteigen, erwarb Endress+Hauser 1977 die Firma „Flowtec“ in Bern und verlegte deren Standort nach Reinach (BL). Hier begann die junge Firma mit nur drei Angestellten die Produktion von MIDs in einer ehemaligen Militärbaracke. Gearbeitet wurde damals noch auf Zuruf.

Heute produziert Endress+Hauser Durchflussmessgeräte mit modernsten Anlagen und ausgeklügelter Logistik an sechs Standorten weltweit: in der Schweiz, Frankreich, den USA, China, Indien und Brasilien. „Dadurch ist es möglich, Durchflussmessgeräte in hoher Stückzahl just-in-time an unsere Kunden auszuliefern. Was zählt, sind einwandfreie Produktqualität und schnelle Lieferperformance – unabhängig davon, wo wir produzieren“, sagt Mirko Lehmann.

Umfassende Schutzmaßnahmen während der Pandemie sowie die seit Jahrzehnten aufgebauten Lieferketten haben zudem dafür gesorgt, dass die MID-Produktion trotz Corona auf hohem Niveau gehalten und kontinuierlich gesteigert werden konnte. Jeder der sechs Produktionsstandorte für Durchflussmessgeräte verfügt über präzise, durch staatliche Akkreditierungsbehörden regelmäßig geprüfte Hightech-Kalibrieranlagen. Damit garantiert Endress+Hauser eine gleichbleibend hohe Genauigkeit für jedes einzelne Messgerät.

Militärbaracke von Endress+Hauser Flow im Jahr 1977. ©Endress+Hauser

Der Anfang: Endress+Hauser produzierte seine ersten magnetisch-induktiven Durchflussmessgeräte in einer Militärbaracke (1977).

Endress+Hauser Flowmeter Produktion in Cernay, Frankreich. ©Endress+Hauser

Sichtbares Wachstum: Einer von sechs Endress+Hauser Produktionsstandorten für Duchflussmessgeräte (2021) – Montage- und Produktionshallen in Cernay (Frankreich)

Endress+Hauser Flowmeter mit einem Durchmesser von drei Metern. ©Endress+Hauser

Messgeräte für Millionenstädte: Endress+Hauser produziert Durchflussmessgeräte für Rohrleitungen bis 3 Meter Durchmesser, beispielsweise für die Wasserversorgung in Metropolen.

Magnetisch-induktive Durchflussmessgeräte in der Lebensmittelindustrie. ©Endress+Hauser

Vielseitig einsetzbar: Magnetisch-induktive Durchflussmessgeräte werden seit Jahrzehnten in allen Industrien eingesetzt, etwa für hygienische Anwendungen in der Lebensmittelindustrie.

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