Geschäftszahlen

Umsatz der Firmengruppe erreicht nahezu 2,5 Milliarden Euro

Endress+Hauser ist 2018 über alle Regionen, Branchen und Produktbereiche hinweg kräftig gewachsen. Für Impulse sorgten die fortschreitende Digitalisierung in der Industrie sowie die positive Entwicklung auf den internationalen Märkten. Die Firmengruppe steigerte Umsatz und Gewinn, stemmte hohe Investitionen und schuf weltweit Hunderte Stellen.

„Es ist 2018 praktisch weltweit gut für Endress+Hauser gelaufen“, erklärte CEO Matthias Altendorf auf der Bilanzmedienkonferenz in Basel. Die Firmengruppe steigerte den Nettoumsatz um 9,5 Prozent auf 2,455 Milliarden Euro, trotz kräftigem Gegenwind von Seiten der Wechselkurse. In lokalen Währungen erreichte das Umsatzwachstum 12,7 Prozent. Das Betriebsergebnis (EBIT) stieg um 31,4 Prozent auf 330,6 Millionen Euro; das Ergebnis nach Steuern erhöhte sich um 11,2 Prozent auf 232,5 Millionen Euro.

USA die neue Nummer eins

Endress+Hauser entwickelte sich in Europa sehr gut, in Afrika/Nahost sowie dem asiatisch-pazifischen Raum sogar dynamisch. Am stärksten aber war das Wachstum in Amerika. „Die USA haben nach 65 Jahren Deutschland als unseren größten Absatzmarkt abgelöst“, berichtete Matthias Altendorf. Das Geschäft in China legte ebenfalls zweistellig zu. „Wenn die Entwicklung so weitergeht, könnte bald schon China unsere Nummer eins sein“, sagte der CEO.

Innovationen fürs digitale Zeitalter

Endress+Hauser befeuerte das Wachstum mit einer Fülle an Innovationen. 54 neue Produkte brachte das Unternehmen im vergangenen Jahr auf den Markt. 287 Entwicklungen meldete das Unternehmen 2018 erstmals zum Patent an. Das Schutzrechte-Portfolio umfasste zum Jahresende nahezu 7.800 Patente und Titel. Gut ein Drittel der neuen Patente betrifft Themen wie Industrie 4.0, digitale Kommunikation, Diagnose und Elektronik. Ein weiterer Wachstumstreiber war die Prozessanalyse.

Hunderte zusätzliche Arbeitsplätze

Die positive Entwicklung schlug sich in zahlreichen neuen Stellen nieder. Ende 2018 arbeiteten rund um den Globus 13.928 Menschen für die Firmengruppe, 629 mehr als vor Jahresfrist. In nur fünf Jahren investierte Endress+Hauser fast eine Dreiviertelmilliarde Euro – „alles aus selbst erarbeiteten Mitteln“, wie CFO Dr. Luc Schultheiss betonte. 2018 flossen 158,6 Millionen Euro in Gebäude, Anlagen und IT.

Bestwert für Nachhaltigkeit

2018 erreichte Endress+Hauser im Nachhaltigkeits-Benchmark von EcoVadis 68 von 100 Punkten und platzierte sich unter den besten 5 Prozent der Vergleichsgruppe. „Für die Zukunft von Endress+Hauser ist es wichtig, dass weiterhin Mitglieder der Familie im Unternehmen arbeiten“, betonte Verwaltungsratspräsident Klaus Endress. „Das stärkt die Bindung zwischen Familie und Unternehmen.“ Künftig sollen den Familienmitgliedern deshalb alle Ebenen des Unternehmens offenstehen.

Weiterhin solides Wachstum

Endress+Hauser ist gut ins laufende Jahr gestartet. Die Gruppe liegt in Auftragseingang und Umsatz derzeit deutlich über dem Vorjahr. Für die zweite Jahreshälfte erwartet das Unternehmen, dass sich diese Entwicklung abschwächt. „Wir rechnen dennoch mit solidem Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich“, sagte Luc Schultheiss. Dem Finanzchef zufolge sind Investitionen von 260 Millionen Euro geplant; bei gutem Geschäftsgang sollen weltweit 500 Stellen geschaffen werden.

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