Starke Wechselkurseffekte
Das organische Wachstum – ohne Wechselkurseinflüsse und Akquisitionen – bezifferte CFO Dr. Luc Schultheiss mit 2,6 Prozent. Die negativen Einflüsse der Währungsumrechnung kosteten Endress+Hauser rund 3,3 Prozentpunkte Umsatzwachstum. Das Unternehmen spürte außerdem die Investitionszurückhaltung der chemischen Industrie. Für Impulse sorgte dagegen der Boom der Künstlichen Intelligenz: Kühlsysteme und Energieversorgung der neuen Rechenzentren benötigen viel Messtechnik.
Dynamisches US-Geschäft
Umsatzstärkster Markt sind weiterhin die USA. Trotz der US-Zölle entwickelte sich das Geschäft dort dynamisch. Insgesamt wuchs der Umsatz in Nord- und Südamerika um 10,1 Prozent. In Europa stiegen die Verkäufe um 11,6 Prozent. In Deutschland – dem drittgrößten Markt – gingen die Erlöse zurück, ebenso in der Schweiz. Afrika und der Nahe Osten wuchsen um 7,4 Prozent. In der Region Asien/Pazifik verzeichnete Endress+Hauser ein Minus von 1,4 Prozent, vor allem aufgrund der Schwäche Chinas, des zweitgrößten Marktes.
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Neue Stellen, hohe Investitionen
18.306 Mitarbeitende zählte die Firmengruppe Ende 2025. Das Plus von 7,4 Prozent war ebenfalls getrieben von der strategischen Partnerschaft mit SICK. Mehr als 800 Vertriebs- und Servicekräfte wechselten zu Endress+Hauser. Das Unternehmen hielt den Gewinn auf gutem Niveau und erzielte ein Ergebnis nach Steuern von 321,3 Millionen Euro. Das entspricht einer Umsatzrendite von 10,7 Prozent. Um zukunftsfähig zu bleiben, investierte Endress+Hauser rekordhohe 370,8 Millionen Euro in neue Gebäude, Anlagen, IT und Software.
Fokus auf die Stärken
Endress+Hauser will 2026 im mittleren einstelligen Prozentbereich wachsen und 250 neue Stellen schaffen. Der Krieg in Nahost erhöhe jedoch die wirtschaftliche Unsicherheit, sagte CEO Peter Selders: „Wir werden uns auf das fokussieren, was uns auch in der Vergangenheit stark gemacht hat: nahe an Markt und Kunden bleiben, zuverlässig und in hoher Qualität liefern, unser Netzwerk und Portfolio ausbauen, neue Geschäftsmöglichkeiten erschließen. Unser Ziel bleibt Wachstum.“
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