Die Digitalisierung auf Feldebene ist ein entscheidender Erfolgsfaktor für die Sicherung der langfristigen Wettbewerbsfähigkeit. Die Wahl der richtigen Kommunikationstechnologie hängt von der Anwendung, der Komplexität der Sensoren und den Netzwerkanforderungen ab.
Industrial Ethernet entwickelt sich zu einem wegweisenden Standard für die Automatisierung von verfahrenstechnischen Anlagen, nicht zuletzt aufgrund der Einführung von Ethernet-APL. Die durchgängige Kommunikation ohne Protokollkonvertierung erschließt erweiterte Funktionen intelligenter Messgeräte und Aktoren optimal und sorgt so für einen effizienten Anlagenbetrieb.
Jede Anlage verfügt jedoch auch über eine Vielzahl von Endschaltern und potenziell weniger kritischen Messpunkten, die mit einfacheren Geräten ausgestattet werden können. In diesem Fall leistet IO-Link einen wichtigen Beitrag zur vollständigen Digitalisierung auf Feldebene. Es wird insbesondere in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie sowie in den Biowissenschaften zu einer nützlichen Ergänzung.
IO-Link ist ein offenes System für die digitale Kommunikation, das vor rund 20 Jahren für die Fabrikautomation entwickelt wurde. „Inzwischen wächst das Interesse auch in der Verfahrenstechnik. Denn die Technologie ist bidirektional, kostengünstig und leicht zu handhaben“, so Franz Durmeier. Anders als klassische Bussysteme basiert IO-Link auf Punkt-zu-Punkt-Verbindungen: Jeder Sensor wird über ein Standardkabel direkt an einen IO-Link-Master angeschlossen. Dieser lässt sich nahtlos in gängige Feldbusse und Leitsysteme integrieren und ermöglicht den Datenaustausch in beide Richtungen.
Wie steht es um die Cybersicherheit?
Die Digitalisierung eröffnet neue Chancen, bringt jedoch auch Herausforderungen mit sich – insbesondere im Bereich der Cybersicherheit. Die Punkt-zu-Punkt-Architektur von IO-Link in Kombination mit der Fähigkeit des IO-Link-Masters zur Datenverschlüsselung bietet zusätzlichen Schutz für Ihre Prozesse. Mit der Implementierung von IO-Link erhöhen Sie die Widerstandskraft Ihrer Anlage gegenüber externen Cyberbedrohungen und sichern kritische Abläufe zuverlässig ab.
Wie wird entschieden, welche Technologie für eine Anlage geeignet ist?
Ist die Digitalisierung auf Feldebene von Natur aus komplex und Spezialisten vorbehalten? Laut Franz Durmeier, Abteilungsleiter für digitale Integration bei Endress+Hauser, lautet die Antwort: nicht unbedingt. Bei komplexen Sensoren, kritischen Messstellen oder großen Netzwerken empfiehlt er den Einsatz von industriellem Ethernet, um schnell große Datenmengen zu übertragen. „Geht es jedoch um einfache Sensorik und Anwendungen, ist IO-Link eine gute Option“, sagt er. Da es auf der Basis einer bestehenden Ethernet- oder Feldbusstruktur betrieben werden kann, lassen sich nicht kritische Messpunkte kostengünstig digitalisieren, was die Überwachung und Wartung verbessert.
IO-Link ist ein offenes System für die digitale Kommunikation, das vor rund 20 Jahren für die Fabrikautomation entwickelt wurde. Die bidirektionale Architektur, Kosteneffizienz und einfache Implementierung haben seitdem das Interesse der Prozessindustrie geweckt. Im Gegensatz zu klassischen Bussystemen basiert IO-Link auf einer Punkt-zu-Punkt-Verbindungen, bei der jeder Sensor über ein Standardkabel direkt mit einem IO-Link-Master verbunden ist. Dieser wiederum lässt sich nahtlos in gängige Feldbusse und Leitsysteme integrieren und ermöglicht so den Datenaustausch in beide Richtungen.
Die Einfachheit und Kompatibilität von IO-Link machen es besonders geeignet für Skids und Systeme für die Lebensmittelindustrie. Die Technologie ist generell für kompakte Anwendungen mit wenigen Messstellen ideal, etwa in Dosier- und Abfüllanlagen, Cleaning-in-Place-Systemen, in Hilfskreisläufen oder der Wasseraufbereitung. Die maximale Kabellänge von 20 Metern und die Datenübertragungsgeschwindigkeit – in etwa vergleichbar mit einem Modem aus den 90er Jahren – sind mehr als ausreichend. „Endress+Hauser bietet für diese Applikationen ein breites hygienisches IO-Link-Portfolio für alle relevanten Prozessparameter an“, sagt Durmeier.